Betreff
Maßnahmebeschluss zur Einführung eines zentralen Telekommunikationssystems im Rahmen der Anbindung von Außenstellen an das Stadtnetz (Glasfasernetz)
Vorlage
11/216/2006
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

Die Stadt Nienburg/Weser führt bis Ende 2009 in mehreren Teilschritten ein zentrales Telekommunikationssystem als Ersatz für die am 31.12.2009 abzulösende TK-Anlage des Rathauses und zur Nutzung durch die städtischen Außenstellen ein. Die für die Umsetzung notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von ca. 104.000 € werden nach genauer Ermittlung abhängig von den Projektabschnitten in die Haushalte 2008 und 2009 eingestellt.

Sachdarstellung:

Im Einvernehmen mit dem Arbeitskreis EDV Rat/Verwaltung hat der Fachbereich Innere Verwaltung ein Konzept zur Anbindung einer Außenstelle an das Stadtnetz (Glasfasernetz) erarbeitet, welches dieser Vorlage als Anlage beiliegt.

Das in Kooperation mit dem Landkreis Nienburg und dem Land Niedersachsen geplante Datennetz ist mittlerweile fertig gestellt. In diesem Projekt angeschlossen wurden die Standorte:

  • Marion-Dönhoff-Gymnasium
  • Albert-Schweitzer-Schule
  • Außenstelle Gymnasien (Nordertorstriftweg)
  • Realschule Nienburg
  • Friedrich-Ebert-Schule
  • Baubetriebshof
  • Stadtarchiv (ohne Hauseinführung)

Das Konzept zeigt am Beispiel des Marion-Dönhoff-Gymnasiums und auf der Basis heutiger Informationen und Kosten die Möglichkeiten und nötigen Aufwendungen zur Nutzung des Stadtnetzes für eine effizientere und kostengünstigere Zusammenarbeit zwischen den Standorten und als Basis für den Zugriff auf zentrale Dienste und Anwendungen. Mit den bezifferten Kosten für das Marion-Dönhoff-Gymnasium sollen die Dimensionen für weitere Aufwendungen verdeutlicht werden, die beim Anschluss weiterer Standorte anfallen können.

Wie in Stufe 1 und den Erläuterungen des anliegenden Musterkonzepts beschrieben, soll die Einrichtung eines zentralen Telekommunikationssystems auf Basis der Technik "Voice over IP" (VoIP) den Einstieg in die Nutzung des Stadtnetzes darstellen.

Mit diesem Thema hat sich der Fachbereich Innere Verwaltung intensiv auseinander gesetzt. Nach Gesprächen und Workshops mit verschiedenen Dienstleistern wurde ein Grobkonzept zur Ablösung und Migration der TK-Anlagen der Stadt Nienburg/Weser, Rathaus und Außenstellen, erarbeitet und zum Vergleich von zwei Anbietern mit Kosten belegt.

Nachstehend ein Vergleich der Kosten eines neuen Systems zur vorhandenen TK-Anlage.

 

VoIP System

TK-Anlage

Gesamtkosten der Anlage
(TK-Anlage auf Basis Mietzeitraum 7 Jahre)

104.000 €

138.600 €

Anzahl der Endgeräte

360

230

Vergleichspreis pro Endgerät

288,89 €

602,61 €

Zusammenfassend beinhaltet das Grobkonzept eine Migration in mehreren Stufen und einem Projektzeitraum bis 31.12.2009. Hierbei werden die Außenstellen nach Bedarf bzw. Wegfall eigener Anlagen (bspw. Ablauf von Mietzeit, Defekt o. ä.) an das System angeschlossen. Darüber hinaus werden in der Übergangszeit, soweit seitens der in den Außenstellen vorhandenen Anlagen technisch möglich, diese über Schnittstellen an das System angeschlossen, um ebenfalls von den Vorteilen zu profitieren. Im Rathaus wird die Hauptumstellung 2009, kurz vor Ablauf der Mietzeit der alten Anlage, vollzogen. Vorher werden einzelne Bereiche bspw. bei defekten Telefonen oder Umzügen migriert.

Die Diskussion des Themas im Arbeitskreis EDV Rat/Verwaltung hat ergeben, dass die Einführung des VoIP-Systems grundsätzlich zustimmend mitgetragen wird. Allerdings soll die neue Technik ausgiebig in den "Pilotaußenstellen" Marion-Dönhoff-Gymnasium und Leintorschule sowie in einzelnen Bereichen der Verwaltung (bspw. Schulverwaltung, Stadtkontor) getestet werden.