Anbau eines gemeinsamen Traktes an die Kindertagesstätte, Grundschule und das Mehrgenerationenhaus in der Alpheode

Betreff
Anbau eines gemeinsamen Traktes an die Kindertagesstätte, Grundschule und das Mehrgenerationenhaus in der Alpheide
Vorlage
5/043/2018
Art
Beschlussvorlage
Untergeordnete Vorlage(n)

Beschlussvorschlag:

Der Anbau eines Bildungs- und Familienzentrums an die Kita, die AHS und das MGH wie in der o.a. Raumplanung dargestellt wird beschlossen. Voraussetzung ist die Aufnahme in das Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ sowie die Beschlussfassung über den Doppelhaushalt 2019/20. Mit der Aufnahme in das Programm wird der Eigenanteil in Höhe von 10% der förderfähigen Gesamtkosten in den Doppelhaushalt eingestellt.

 

Sachdarstellung:

 

In seiner Sitzung am 12.12.2017 hat der Rat beschlossen 60.000,--€ für die Planung der Leistungsphasen 1 – 3 des Anbaus eines Familien- und Bildungszentraum an die Einrichtungen Kindertagesstätte Alpheide „Unterm Regenbogen“ (Kita), Alpheideschule (AHS)und Mehrgenerationshaus (MGH). Planung und Kostenschätzung sind Voraussetzungen für eine Antragstellung zum Förderprogramm Investitionspakt Soziale Integration im Quartier.

 

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretungen der Einrichtungen sowie der Verwaltung, begleitet durch eine Prozessbegleitung der Dt. Kinder- und Jugendstiftung aus dem Programm „Willkommen bei Freunden“ wurde für den gemeinsam zu nutzenden Anbau nachfolgendes Raumprogramm aufgestellt:

 

Standort – Ausrichtung – Anbindung

Das Familien- und Bildungszentrum (ZidA) soll eine Anbindung an die Kita, die AHS und das MGH haben, so dass ein direkter Zugang von diesen Gebäuden in das Zentrum möglich ist. Diese Zugänge müssen bei Bedarf verschließbar sein und sind daher mit entsprechenden Türen zu planen. Der Haupteingang bzw. die Öffnung befindet sich Richtung Straße. Für das Gebäude kann die Fläche des jetzigen Kita-Parkplatzes sowie des jetzigen Gartens des Mehrgenerationenhauses überbaut werden. Links vom Gebäude kann die neue Parkfläche (Stellplätze, Fahrradständer) entstehen sowie ein neuer Haupteingang zur Kita konzipiert werden. Ausreichende Außenfläche für die Krippe sowie der Zugang zur Kindertagesstätte sind ggf. neu zu planen.

Für den vorhandenen Glascontainer muss ein neuer Standort gefunden werden.

Die Verkehrsanbindung ist durch die Verlegung des Parkplatzes neu zu planen.

 

Eingangsbereich

Der Eingangsbereich soll hell und freundlich wirken und Platz für eine Sitzecke bieten, die z.B. ein Nachbarschaftsfrühstück ermöglicht. Von außen sollte der Eingangsbereich einsehbar sein. Eine einladende Café-Stimmung soll hergestellt werden können, d.h. Zugang bzw. kurze Wege zu Kaffemaschine, Geschirr ggf. Kühlschrank, Geschirrspüler (Küche) sollten da sein. Darüber hinaus sind Orientierungshilfen/Wegweiser zu installieren (Was findet wann in welchen Räumen statt.).

 

Büro Integrationsmanagement (IM)

Das Büro des IM sollte sich in der Nähe des Eingangs wiederfinden (Platz für einen Einzelarbeitsplatz mit Besprechungstisch (20m²)) damit eine gute Erreichbarkeit gegeben ist.

 

 

 

Mensa (Platz für bis zu 120 Kinder im Mittagstisch)

Der Raum soll teilbar sein mit mobilen Trennwänden. Der Schallschutz ist dabei zu berücksichtigen. Die Schule soll einen kurzen Weg zur Mensa haben. Diese soll unmittelbar an den Verbindungsgang grenzen. In der Größe soll mit ca. 180 – 200 m² geplant werden. Die angrenzende Küche und Lager sind zusätzlich zu rechnen. Das Lager soll groß genug sein, um die komplette Gestühl und alle Tische aufnehmen zu können. Die Mensa wird wie folgt genutzt:

-        Mittagstisch der Schule von 11.00 – 16.00h

-        bis 11.00h Nutzung für Projekte der Kita möglich

-        mind. eine Dienstbesprechung/Woche der Kita nach 16.00h

-        Einzelveranstaltungen z.B. Gesamtkonferenz, gemeinsame DB der 3 Einrichtungen

-        größere Veranstaltungen wie Einschulungen o.Ä.

-        Angebote des Mehrgenerationenhauses (ca. 10 – 15 Pers.)

 

Küche (Ausgabeküche)

Die Küche soll mit ca. 75 m² gerechnet werden. Es soll ein eigener Raum für die Anlieferung des Essens mit einem gesonderten Eingang mit geplant werden, Darüber hinaus ist ein ausreichender Lagerraum für Speisen und Getränke außerhalb des angelieferten Schulmittagessens zu planen. Die Möglichkeit des Angebotes „Gemeinsames Kochen“ durch Schule, Kita, MGH soll bestehen, so dass die Küche mit Herd, Mikrowelle, Kühlschrank etc. „im Kleinen“ ausgestattet werden soll. Ein Industriegeschirrspüler ist allerdings notwendig um das Geschirr schnell durchspülen zu können. Von der Küche wird über einen Ausgabetresen mit Warmhaltevorrichtung das Essen ausgegeben. Für das schmutzige Geschirr gibt es einen Geschirrwagen. Eine Räumlichkeit für Mülltrennung / Entsorgung ist ebenfalls mit zu planen.

3 Therapieräume

Die Therapieräume sind mit jeweils ca. 25 m² zu planen und sollen sich in der Nähe der Kita wiederfinden. Die Räume werden durch 2 Abstellräume à 12 m² ergänzt. Für die Größe wird auf die gesetzlichen Vorschriften verwiesen.

 

Putzmittelraum

Ein Putzmittelraum ist mit einzuplanen mit Platz für 2 Putzwagen, Putzmittel, Spinde für die Küchen- und Reinigungskräfte sowie eine Umkleidemöglichkeit für das Personal.

 

Tagungsraum für ca. 35 Personen

Ein kleinerer Tagungsraum mit ca. 65 m² soll multifunktional genutzt werden für Dienstbesprechungen, Seminare oder  Projekte aus dem Stadtteil.

 

Sanitärräume

Je ein barrierefreier Sanitärraum in der Nähe zum MGH / im Eingangsbereich (Erwachsene)  und zur Kita (kindgerecht) sind zu planen

Es muss Platz für einen Wickeltisch eingerechnet werden. Um Platz zu sparen soll geprüft werden, inwieweit ein gemeinsamer Vorraum mit Waschbecken und Wickeltisch möglich ist. Die Arbeitsstätten- und die Versammlungsstättenverordnung sind zu beachten.

 

Aktivitätsraum

Ein Aktivitätsraum mit ca. 55 m² soll für die weitere Angebotsgestaltung, je nach Bedarf im Quartier (z.B. Bewegung, Basteln o.Ä.) mit geplant werden. Darüber hinaus muss genug Raum für Abstellfläche für Materialien eingeplant werden.

Verbindende Flure sind der Gesamtfläche hinzuzurechnen. Der Anbau soll sich in das Gebäudeensemble aus Schule, Kindertagesstätte und Mehrgenerationenhaus einfügen und mindestens nach den gültigen baurechtlichen Vorschriften für die Energieeffizienz errichtet werden.

 

 

Für die Errichtung des Anbaus des Bildungs- und Familienzentrums wurden bis 2021 insgesamt 2.311.000,--€ in den Finanzhaushalt eingestellt. Gleichzeitig wurden 2.080.000,--€ an Einnahmen bis 2021 veranschlagt, die durch das Förderprogramm Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ bei einer erfolgreichen Antragstellung in Aussicht stehen würden.

 

Zwischenzeitlich wurde ein Planungsbüro mit der Erstellung der Leistungsphasen 2 und 3 beauftragt. Im November wird der Förderantrag inklusive Planung dem Rat zur Beratung vorgelegt. Ein entsprechender Ratsbeschluss ist ebenfalls Voraussetzung für den Förderantrag und muss bei Antragstellung zum 02.01.2019 vorliegen. Durch die späte Beauftragung des Planungsbüros und das enge Zeitfenster kann eine Vorlage der Planung im Fachausschuss Jugend, Soziales und Sport nicht erfolgen, so dass lediglich im Verwaltungsausschuss am 05.11.2018 eine Vorberatung stattfinden könnte.

 

Verwaltungsseitig wird folgender Beschlussvorschlag gemacht:

 

Der Anbau eines Bildungs- und Familienzentrums an die Kita, die AHS und das MGH wie in der o.a. Raumplanung dargestellt wird beschlossen. Voraussetzung ist die Aufnahme in das Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ sowie die Beschlussfassung über den Doppelhaushalt 2019/20. Mit der Aufnahme in das Programm wird der Eigenanteil in Höhe von 90% der förderfähigen Gesamtkosten in den Doppelhaushalt eingestellt.

Finanzierung

 

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende haushaltswirtschaftliche Auswirkungen:

 

 

     im Ergebnishaushalt             Produkt:                            Konto:           

 

                                                          Sondermaßnahme             Rückstellung

 

         Haushaltsjahre:                                                                                                

 

         Ansätze des o. a. Produktkontos                                                                 

 

     Aufwand i. H. v.    einmalig      lfd.                                                       

     Ertrag i. H. v.        einmalig      lfd.                                                       

 

 

     im Finanzhaushalt                 Produkt:     50206                  Konto:           

 

                                                    Invest.-Nr.:      50206007

 

         Haushaltsjahre:                                                               2018                2019     2020

 

         Planwerte der Investitionsposition                  60.000                                  311.000    1.000.000

 

     Auszahlungen i. H. v. (infolge dieser Vorlage)                       65.000                         

     Einzahlungen i. H. v.                                                                                     280.000       900.000

 

     Die investive Maßnahme übersteigt das Volumen von 50.000,- Euro und erfordert eine Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenberechnung; die Maßnahme liegt unter 50.000,-Euro und erfordert eine Folgekostenberechnung (s. nachstehenden Absatz)

 

     Der Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenvergleich bzw. die Folgekostenberechnung nach
§ 12 KomHKVO ist beigefügt.

 

 

     Es entstehen Folgekosten für        Abschreibungen                                    

                                                                  Zinsen                                                   

                                                                                                                                

                                                                                                                                

                                                                                                                                

 

                                                                  Gesamt                                                      

 

     Es entsteht außerordentlicher Aufwand in Höhe von                                        

                                                                                                                            

 

 

Hinweise:      

 

     Deckungsmittel stehen beim o. a. Produkt, Kontonr. 50206 zur Verfügung

     Deckung erfolgt im Rahmen des zugehörigen Budgets/Deckungskreises

     Deckungsvorschlag: Produktkonto      

     Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung

 

 

Aufgestellt:      27.09.2018, Kreide

                        Datum, Name