Betreff
Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes für das Gebiet des Landkreises Nienburg/Weser
Vorlage
6/033/2009
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Der Text der Sachdarstellung wird dem Betrieb Abfallwirtschaft Nienburg/Weser als Stellungnahme der Stadt Nienburg/Weser übermittelt

 

Sachdarstellung:

 

Die Stadt Nienburg/Weser nimmt wie folgt zu dem Entwurf der Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes für das Gebiet des Landkreises Nienburg/Weser Stellung:

 

Den Bürgerinnen und Bürgern ist es mittlerweile möglich, nicht nur zweimalig pro Jahr kostenfrei Sperrmüll auf Abruf entsorgen zu lassen, sondern stattdessen auch den Sperrmüll selbst zweimal pro Jahr kostenfrei im Entsorgungszentrum anzuliefern. Dies ist insgesamt als bürgerfreundlich zu begrüßen. Der bürokratische Aufwand dafür könnte reduziert werden, wenn die Vorlage der Sperrmüllanforderungskarte, die mit dem Abfallkalender jedem Haushalt zugestellt wird, auch für die Selbstanlieferung ausreicht.

 

Die mobile, kostenfreie Grüngutsammlung in Nienburg ist ein mittlerweile gut eingespieltes, bürgerfreundliches und bewährtes System, welches auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels unbedingt beibehalten werden muss. Die flächendeckende Einführung der grünen Tonne für Gartenabfälle mit den gebührenpflichtigen Entleerungen wird von hier als verdeckte Gebührenerhöhung gesehen, die zu vermeiden ist. Als Zusatzangebot kann sie durchaus im Entsorgungsprogramm mit angeboten werden.

 

Die im Entwurf des Abfallwirtschaftsgesetzes angesprochenen Prüfungen hinsichtlich einer Verwertung des Grüngutes in Biogasanlagen werden Positiv gesehen und sollten aus hiesiger Sicht intensiviert werden. Zumal die Regionale Entwicklungskooperation (REK) Weserbergland plus zu der auch der Landkreis Nienburg gehört, den Wettbewerb “Bioenergie-Regionen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als “Bioenergieregion Weserbergland plus“ gewonnen hat.

 

Das bestehende System der Altpapiersammlung mit den Vereinen ist unbedingt beizubehalten, da die meisten Vereine auf die Einnahmen aus dieser Sammlung angewiesen sind. Ohne diese Einnahmen kann die bisherige Arbeit der Vereine besonders im Jugend- und Nachwuchsbereich nicht aufrecht erhalten werden. Sollte das durch die Vereine bestehende Angebot aufgegeben werden, würde das einen erheblichen Verlust der Lebensqualität im Landkreis Nienburg bedeuten, der vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung nicht vertretbar ist.

 

 

Anlage