Betreff
Neuordnung des schulischen Angebotes in der Stadt Nienburg
hier: Antrag an den Landkreis Nienburg/Weser auf Durchführung einer Elternbefragung zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS)
Vorlage
5/018/2009
Art
Beschlussvorlage
Referenzvorlage
Untergeordnete Vorlage(n)

Beschlussvorschlag:

1)       Die Stadt Nienburg/Weser stellt an den Landkreis Nienburg/Weser einen Antrag auf Durchführung einer Elternbefragung zur Einrichtung einer IGS zum August 2011 mit Standort Nienburg unter Berücksichtigung des Einzugsbereiches des gesamten Landkreises Nienburg.

 

2)       Insoweit wird dem Ratsantrag der FDP/WG-Gruppe im Stadtrat vom 07.02.2009 auf Neuordnung und Erweiterung des schulischen Angebotes entsprochen.

 

3)       Eine Elternbefragung ist mit folgenden städtischen Erwartungen verbunden:

 

a)         Die Landesvorgabe des freien Elternwillen ist umzusetzen auf kommunaler Handlungsebene durch ein Nachfrage orientiertes umfassendes Schulangebot.

 

b)         Vervollständigung der städtischen/regionalen Schulsituation um eine IGS als Gesamtschule für ein bedarfsgerechtes pädagogisches Angebot.

 

c)         Entwicklung in der Stadt mit IGS/ohne IGS durch Aussagen in den Bereichen

-            Pädagogik (Vielfalt, Bildungschancen, Integration)

-            Schulstandorte

-            Finanzen

 

d)         Beibehaltung bzw. Entwicklung von Schulstandorten ist unter besonderer Berücksichtigung der wohnortnahen Beschulung von Schülerinnen bzw. Schülern (ÖPNV-Anbindung) zu bewerten.

 

e)         Vorgeschlagener Standort einer IGS ist das Gebäude der Außenstelle der Gymnasien, Nordertorstriftweg 22, und das Gebäude der Realschule Nienburg, Buermende 1.

 

f)           Der Fragebogen sollte, wie in der Arbeitsgruppe angesprochen, gemeinsam unter Einbeziehung der Elternvertretungen abgestimmt werden.

 

Sachdarstellung:

 

Nach Beratung des Schulausschusses in seiner Sitzung am 25.02.2009 hat sich der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 09.03.2009 mit der Neuordnung des schulischen Angebotes in der Stadt Nienburg befasst und der Einrichtung einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Schulausschüsse der Stadt und des Landkreises Nienburg, der Landesschulbehörde und beider Verwaltungen zur Erarbeitung grober Richtlinien und der weiteren verwaltungsmäßigen Vorgehensweise zur Neuordnung des schulischen Angebotes zugestimmt.

 

Zur Erörterung des Themenfeldes fand am 31.03.2009 eine erste Sitzung der Arbeitsgruppe statt. Das Protokoll der Arbeitsgruppensitzung ist als Anlage beigefügt; ebenso die im Rahmen der Erörterung vorgestellten Unterlagen von Stadt und Landkreis Nienburg/Weser. Hierbei handelt es sich um:

 

-          Arbeitspapier von Stadt und Landkreis Nienburg/Weser zum Thema „Schulentwicklung im Stadtgebiet Nienburg“

-          IGS Nienburg mit Begrenzung auf den Einzugsbereich Stadtgebiet

-          IGS Nienburg mit rechnerischem Einzugsgebiet wie für die Nienburger Gymnasien

-          Thesen zu Tabelle 1 und 2

 

Als Bilanz für die als nächstes durchzuführenden Schritte wurden in der gemeinsamen Arbeitsgruppe Folgendes festgehalten:

 

Nach Meinungsbildung in den städtischen Gremien und entsprechender Beschlussfassung stellt die Stadt einen Antrag an den Landkreis auf Durchführung einer Elternbefragung zur Einrichtung einer IGS zum August 2011 mit Standort in Nienburg. Seitens der Stadt werden in Frage kommende Räumlichkeiten vorgeschlagen.

Als Einzugsbereich für die IGS soll der gesamte Landkreis vorgesehen werden.

 

Danach erfolgt die Meinungsbildung beim Landkreis. Eine mögliche Elternbefragung wird von dort unter Beachtung folgender Gesichtspunkte durchgeführt:

Ø       Es sind umfassende Informationsveranstaltungen durchzuführen.

Ø       Alle möglichen Konsequenzen für Schulstandorte und Schülerströme sind darzulegen.

 

Aus Sicht der städtischen Verwaltung sollten folgende Leitgedanken für die städtische Schulentwicklung tragend sein:

 

  1. Die Landesvorgabe des freien Elternwillen ist umzusetzen auf kommunaler Handlungsebene durch ein Nachfrage orientiertes umfassendes Schulangebot.

 

  1. Vervollständigung der städtischen/regionalen Schulsituation um eine IGS als Gesamtschule für ein bedarfsgerechtes pädagogisches Angebot.

 

  1. Entwicklung in der Stadt mit IGS/ohne IGS durch Aussagen in den Bereichen

-        Pädagogik (Vielfalt, Bildungschancen, Integration)

-        Schulstandorte

-        Finanzen

 

  1. Beibehaltung bzw. Entwicklung von Schulstandorten ist unter besonderer Berücksichtigung der wohnortnahen Beschulung von Schülerinnen bzw. Schülern (ÖPNV-Anbindung) zu bewerten.

 

  1. Vorgeschlagener Standort einer IGS ist das Gebäude der Außenstelle der Gymnasien, Nordertorstriftweg 22, und das Gebäude der Realschule Nienburg, Buermende 1.

 

  1. Der Fragebogen sollte, wie in der Arbeitsgruppe angesprochen, gemeinsam unter Einbeziehung der Elternvertretungen abgestimmt werden.