Stadtbus Nienburg

Betreff
Stadtbus Nienburg
Anbindung des geplanten Verbrauchermarktes in Langendamm, Westlandstraße an das Stadtbussystem.
Vorlage
6/091/2011
Art
Beschlussvorlage
Untergeordnete Vorlage(n)

Beschlussvorschlag:

 

Auf Grund der Erhöhung der Betriebskosten von ca. 30.000 € für das Stadtbussystem sowie evtl. zusätzlicher Investitionskosten wird der Verbrauchermarkt Westlandstraße nicht angebunden.

 

Sachdarstellung:

 

Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens zum Bebauungsplan Nr. 159 Ortsteil Langendamm „Westlandstraße“ wurde angeregt zu überprüfen, ob eine Anbindung des geplanten Verbrauchermarktes - evtl. auch unter Nutzung des geplanten Parkplatzes - möglich sei. Hierzu ist folgendes festzustellen:

 

  1. Die Stadtbusse können, aus Nienburg kommend, nach der Haltestelle „Westlandstraße“, in der Ostlandstraße gelegen, zum Verbrauchermarkt abbiegen. Eine Haltestelle mit Wendemöglichkeit in der Nähe des Verbrauchermarktes wäre einzurichten. Dafür ist eine Fläche von ca. 600 m²  erforderlich, da die Busse einen Radius von 11 Metern benötigen. Die Kosten für die Wendefläche belaufen sich auf ca. 85.000 € ohne Grunderwerb. Nach dem Bedienen der Haltestelle würde der Stadtbus den bisherigen Linienverlauf wieder aufnehmen und die Haltestelle “Langendamm Schule“ bedienen. Ebenso wäre die Westlandstraße auf der Fahrt in Richtung Innenstadt zu befahren. Eine einfache Strecke Haltestelle Westlandstraße – NP-Markt beträgt ca. 750 m.

 

  1. Alternativ zu einem Wendeplatz wurde geprüft, ob der Bus auf dem Parkplatz des zukünftigen Marktes wenden kann. Dies ist grundsätzlich möglich, allerdings sind einige Randbedingungen einzuhalten.

 

 

Das Problem bei dieser Möglichkeit liegt in der technischen Möglichkeit. Bei der Ein- und Ausfahrt sowie auch bei der Umfahrt auf dem Gelände muss gewährleistet sein, dass keine Behinderungen stattfinden. Bei der Einfahrt auf den Parkplatz muss der Bus bei der derzeitigen Planung des Marktes in die Gegenfahrbahn einfahren, um den notwendigen Kurvenradius zu erreichen. Auf dem Parkplatz selber dürfen keine umfangreichen Fahrzeugbewegungen durch Pkw und Lkw stattfinden, um dem Bus eine freie Umfahrt zu ermöglichen. Die Umfahrt wäre nur möglich bei Wegfall von 4 geplanten Stellplätzen. In Abstimmung mit dem Eigentümer der Flächen wäre noch der Ausbau zu klären, der den Belastungen durch den Busverkehr entsprechend hergestellt sein sollte. Zusätzlich muss der Ausfahrtbereich vergrößert werden, da auch hier der Bus in die Gegenfahrbahn einfahren muss. Die Situation wird anhand nachfolgender Skizze veranschaulicht:

 

 

Als Haltestelle kann die auf der Höhe des neuen Marktes vorhandene Haltestelle der VLN auf der Seite der Kaserne mitgenutzt werden. Die Wendemöglichkeit für den Bus wäre auf dem Parkplatz unter Berücksichtigung der o. g. Bedingungen – das Einverständnis des Eigentümers vorausgesetzt – technisch umsetzbar. Aufgrund der zwischenzeitlich vorgenommenen Änderungen im Fahrplanablauf wäre der Anschluss des Marktes auch zeitlich möglich, da zurzeit auf der Strecke Westlandstraße – Oderstraße - Westlandstraße ein Zeitpuffer von sieben Minuten verbleibt.

 

Durch die Anbindung des Marktes würden sich die Betriebskosten wie folgt verändern: Bei insgesamt ca. 8.164 Umläufen im Jahr ergibt sich aus der Anbindung des Marktes eine zusätzliche Fahrtstrecke von ca. 12.250 km, die auf Grundlage des derzeitigen Kostensatzes eine Mehrbelastung von 30.000 Euro jährlich verursachen würde. Diese Mehrbelastung schlägt voll auf den städtischen Haushalt durch, da die ursprüngliche Absicht, durch die Eingliederung der Stadtbus Nienburg GmbH in die Holding umfangreich Verluste aus dem Stadtbusbetrieb abzufangen, zum 01.01.2012 noch nicht realisiert werden konnte. Dies wird voraussichtlich erst ab Juli 2013 der Fall sein können.

 

  1. Die Planungsgruppe Verkehr hat in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Stadtbus im Frühjahr 2011 Optimierungsmöglichkeiten für das Stadtbussystem untersucht. Es wurde explizit darauf hingewiesen, dass der Erfolg des Stadtbussystems maßgeblich durch die gradlinige Bedienung, konkurrenzfähig zum motorisierten Individualverkehr erreicht wurde. Ausbrechungen aus der derzeitigen Linienführung und damit verbundene, längere Reisezeiten für die Fahrgäste können auch negative Folgen haben. In Langendamm kann durch die zusätzliche Wegstrecke von 1,5 km für die Stadtbusse ein Abwandern der Fahrgäste auf die Linie 42 die Folge sein.

 

Zusammenfassend wird daher insbesondere unter Kostengesichtspunkten empfohlen, auf eine Anbindung des Marktes zu verzichten.

 

 

 

Anlagen

 

Finanzierung:

 

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende Auswirkungen auf den Haushalt:

 

Keine finanziellen Auswirkungen

Gesamteinnahmen in Höhe von

 

 

     

Gesamtausgaben in Höhe von

 

-

115.000

 

Saldo = Haushaltsverbesserung (+)/-verschlechterung (-)

 

     

 

davon    - Sachausgaben

115.000,00

 

 

 

            - Personalausgaben

     

 

 

 

im

Verwaltungshaushalt

Haushaltsstelle:

     

 

 

 

Budget Nr.:

     

 

 

 

 

 

 

einmalig

laufend

 

 

 

 

Deckungsmittel stehen bei der zuständigen Haushaltsstelle zur Verfügung

 

Deckung erfolgt im Rahmen des zugehörigen Budgets

 

Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung

 

im

Vermögenshaushalt

Haushaltsstelle:

     

 

 

einmalig

laufend

 

 

 

Deckungsmittel stehen bei der zuständigen Haushaltsstelle zur Verfügung

 

Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung

 

 

 

 

 

Die Maßnahme ist im Investitionsprogramm 2012

enthalten

 

 

 

nicht enthalten

 

 

 

 

 

 

Folgeeinnahmen in Höhe von

 

     

 

Folgeausgaben in Höhe von

-

     

 

Saldo = Haushaltsverbesserung (+)/-verschlechterung (-)

 

     

 

davon    - Sachausgaben

     

 

 

 

            - Personalausgaben

     

 

 

 

 

im Verwaltungshaushalt

Haushaltsstelle:

     

 

 

Budget Nr.:

     

 

 

einmalig

laufend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deckungsmittel stehen bei der zuständigen Haushaltsstelle zur Verfg.

 

 

Deckung erfolgt im Rahmen des zugehörigen Budgets

 

 

Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung.

 

Die Finanzierung bei nicht zur Verfügung stehenden Deckungsmitteln muss erfolgen:

 

 

im Verwaltungshaushalt durch Verschlechterung des Haushalts (Erhöhung Fehlbetrag)

 

einmalig

laufend

 

im Vermögenshaushalt durch einen Nachtragshaushalt

 

 

 

Aufgestellt:

Anlage 1:  Fahrpläne Linie 4 – Langendamm

 

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