Betreuungsangebot in den Kindertagesstätten der Stadt Nienburg/Weser zu Beginn des Kindergartenjahres 2012

Betreff
Betreuungsangebot in den Kindertagesstätten der Stadt Nienburg/Weser zu Beginn des Kindergartenjahres 2012/2013
Vorlage
5/014/2012/3
Art
Beschlussvorlage
Referenzvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Dem Antrag der Kindertagesstätte St. Martin auf Einrichtung einer Einzelintegration zum Kindergartenjahr 2012/2013 wird zugestimmt. Den anderen Anträgen wird nicht entsprochen.

Sachdarstellung:

 

1.        Anträge auf Änderung von Betreuungsformen zum Kindergartenjahr 2012/2013 oder später

 

 

1.1 Antrag des CJD Nienburg vom Januar 2012

 

Der CJD Nienburg hat beantragt zusätzlich eine Kindergartengruppe mit 15 Plätzen einzurichten. Es liegt außerdem ein Schreiben eines Elternvertreters der Krippengruppe des CJD vom 16.04.2012 vor. Der Elternvertreter unterstützt den Antrag des CJD auf Einrichtung eines Kindergartens.

 

Aufgrund des im mittelfristigen Konzept festgelegten Grundsatzes keine weiteren Regelplätze im Kindergartenbereich einzurichten ist dem Antrag des CJD nicht stattzugeben.

 

Hinweis: Es ist beabsichtigt mit dem CJD Nienburg Gespräche aufzunehmen, um einen evtl. weiteren Krippenbedarf in der Stadt mit abzudecken.

 

 

1.2 Antrag der Lebenshilfe Nienburg für die Kindertagesstätte Löwenzahn

 

Die Lebenshilfe hat für die Kindertagesstätte Löwenzahn die Umwandlung einer HP-Gruppe in eine Integrationsgruppe beantragt. Durch die Umwandlung einer HP-Gruppe mit 8 heilpädagogischen Plätzen in eine Integrative Gruppe (4 I-Plätze und 14 Regelplätze) werden weitere 14 Regelplätze geschaffen.

 

Aufgrund des im mittelfristigen Konzept festgelegten Grundsatzes keine weiteren Regelplätze im Kindergartenbereich einzurichten ist dem Antrag der Lebenshilfe für die Kindertagesstätte Löwenzahn nicht stattzugeben.

 

 

1.3 Antrag des Kirchenamtes Wunstorf für die Kindertagesstätte St. Martin

 

Die Kindertagesstätte St. Martin möchte als Einstieg in einer integrative Betreuung zunächst mit einer Einzelintegration im Kindergartenjahr 2012/2013 beginnen. Nähere Ausführungen entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

 

 

1.4 Antrag der Lebenshilfe Nienburg gGmbH

 

Die Lebenshilfe hat für ihre Kindertagesstätte „Kleine Krähe“ die Schließung von 1 HP-Gruppen und die Umwandlung einer Regelgruppe in eine I-Gruppe und eine Kleingruppe beantragt.

 

Hierdurch ändert sich nichts an der Anzahl der Regelplätze (20 Plätze), die HP-Plätze verringern sich von bisher 24 auf künftig 20 (16 HP- und 4 I-Plätze). Der von der Stadt zu tragende Kostenanteil für die Regelplätze in der I-Gruppe ist jedoch deutlich höher als bisher in der Regelgruppe (Mehrkosten pro Jahr 34.020,- €). Nach derzeitigem Kenntnisstand hat die Lebenshilfe Probleme, ihre HP-Plätze zu besetzen. Daher ist kurzfristig die Umwandlung in eine kostenintensivere I-Gruppe geplant, was allerdings zu Lasten des städtischen Haushaltes gehen würde. Es wird daher empfohlen, den Antrag abzulehnen.

 

Die Bedarfsplanung für die integrative Betreuung behinderter Kinder in den Nienburger Kindertagesstätten  wurde bereits mit der Fortschreibung des Regionalen Konzeptes für integrative Kindertagesstätten in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport am 15.02.2012 vorgestellt. Danach besteht ein Bedarf von 42 Plätzen in Integrationskindergärten bzw. Heilpädagogischen Kindergärten. Dieser wird derzeit gedeckt durch 29 Plätze in Integrationskindergärten und 25 Plätze in Heilpädagogischen Kindergärten.

 

Da langfristig das Ziel verfolgt wird, die Heilpädagogischen Plätze zugunsten der I-Plätze aufzugeben, wurde in der Konzeption für die mittelfristige Betreuungssituation in den Nienburger Kindertagesstätten (vorgestellt in der Sitzung am 16.05.2012) festgelegt, dass dieses Ziel durch die Einrichtung von Schwerpunktkindertagesstätten für integrative Betreuung erfolgen soll. In einem 4-stufigen Umsetzungsplan sollen zusätzliche I-Gruppen in den dort genannten Kindertagesstätten eingerichtet werden. Die zeitliche Umsetzung setzt einerseits jedoch neben freien Plätzen im Regelbereich auch eine mögliche Finanzierung durch den städtischen Haushalt voraus.