Anerkennung der Grabstätten von Johannes Stahn und Prof. W. Rühmkorff als Ehrengräber der Stadt Nienburg

Betreff
Anerkennung der Grabstätten von Johannes Stahn und Prof. W. Rühmkorff als Ehrengräber der Stadt Nienburg
Vorlage
4/003/2013
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Die Grabstätten von Johannes Stahn und Prof. W. Rühmkorff werden für die Dauer von zunächst 25 Jahren als Ehrengräber nach den Grundsätzen der Stadt Nienburg anerkannt.

 

Sachdarstellung:

 

Es liegen zwei Anträge auf Anerkennung von Grabstätten als Ehrengräber vor. Herr Dr. Eike Eitschberger, ein Enkel des Bürgermeisters Stahn, beantragt, die Grabstätte Johannes Stahns als Ehrengrab anzuerkennen und der Rühmkorffbund e.V. beantragt, das Doppelgrab von Prof. W. Rühmkorff als Ehrengrab anzuerkennen. Die Bedeutung und die Verdienste der beiden Persönlichkeiten sind außerordentlich und entsprechen den unter Ziffer 1 der Grundsätze für das Verfahren zur Anerkennung von Ehrengräbern beschriebenen Anforderungen.

 

Johannes Stahn (*13.10.1864 in Luckenwalde, +19.05.1930 in Nienburg) führte 38 Jahre als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Nienburg. In seine Amtszeit fällt eine weitreichende industrielle und städtebauliche Entwicklung (Bebauungspläne, Kanalisation, Schlachthof, Straßenreinigung, Volksbadeanstalt, Rathauserweiterung, Schulbau, Wallanlagen, Wasserleitung, Elektrizität, Wohnungsbau, Museum) des „Ackerbürgerstädtchens“ Nienburg.

Prof. Wilhelm Rühmkorff (*12.01.1844 in Klein-Solschen bei Peine, +9.10.1921 in Nienburg) lehrte mehr als 50 Jahre an der Baugewerkschule. Daneben war er Initiator und erster Leiter der gewerblichen Fortbildungsschule und Leiter der Handelsschule, förderte damit in hohem Maße Handwerk und Gewerbe. Mit seinem Namen verknüpft ist weiterhin die Einrichtung und Verwaltung der Volksbibliothek und die Gründung eines Verschönerungsvereins.