Betreff
Förderantrag an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Förderung des Integrationsprojektes Interkulturelle Stärken stärken (IkuSs)
Vorlage
5/031/2013
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Vorbehaltlich der Bereitstellung des Eigenanteils in Höhe von 2.600,-- € in den Haushalt 2014 wird die Stadt im Fall einer Förderzusage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, das städtische Projekt Kulturelle Stärken stärken (IkuSs) durchführen. Die Verwaltung wird beauftragt, für eine Refinanzierung Drittmittel einzuwerben.

 

Sachdarstellung:

 

Die Stadt Nienburg hat sich mit dem Projekt Interkulturelle Stärken stärken (IkuSs) am Förderprogramm Integration der Zuwanderer in ihrem Lebensumfeld (gemeinwesenorientierte Integrationsprojekte) beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beworben. Der Projektzeitraum ist  ab dem 01.09.2014 – 31.08.2017 über 3 Jahre angelegt und hat ein Fördervolumen von bis zu 50.000,--€ pro Jahr.

 

Ziel des städtischen Projektes ist es Jugendliche  und junge Erwachsene von 12 – 21 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund  in ihren Stärken zu stärken. Gleichzeitig soll die Aufnahmegesellschaft –vertreten durch Menschen aus der Jugendarbeit und  Mitwirkende in Jugendgruppen - sensibilisiert werden für die verschiedenen kulturellen und religiösen Identitäten und die damit verbundene Prägung der  (eigenen) persönlichen Entwicklung. Durch die Beteiligung der Türkisch Islamischen Gemeinde und der Yezidischen Gemeinde als Kooperationspartner wird wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet. Als weitere Kooperationspartner bei der Umsetzung des 3- jährigen Projektes werden sich der WABE e.V., das Begegnungszentrum Sprotte, die VHS, das Netzwerk für Integration im Landkreis Nienburg, die ev. Kirchengemeinde sowie der Jugendkonvent der ev. Kirchengemeinde und der Jugendmigrationsdienst des CJD an der Umsetzung der einzelnen Projektbausteine beteiligen.

 

Weiteres Ziel ist es, demokratische Prozesse für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sichtbar und erlebbar zu machen sowie die Identifikation mit der Gemeinwesenarbeit über das Ehrenamt zu stärken.

 

Mittelfristiges Ziel ist die Implementierung eines Interkulturellen Jugendbeirates und damit die Schaffung nachhaltiger Strukturen im Anschluss an das Projekt.

 

       Projektverlauf –Bausteine -  Projektpartner

Zeitraum

Baustein

Partner

01.09.2014 – 31.05.2015

Kooperationspartner, Fachkräfte und alle in jugendspezifischen Themen Aktiven sowie Jugendliche und junge Erwachsene lernen sich gegenseitig bei gemeinsamen Veranstaltungen und Workshops zu interkulturellen Themen  kennen. Aufbau eines Netzwerkes der Partner und Jugendlichen.

 

MigrantInnenorga-nisationen, Vereine, Verbände, alle in Jugendarbeit Aktiven

 

01.09.2014 – 31.05.2015

Durchführung des Ideenwettbewerbes an den Schulen und in den Vereinen. Planung und Durchführung des Interkulturellen Jugendaktionstages

 

Alle Projekt-/Netzwerkpartner und interessierte Jugendliche

01.06.2015 – 30.08.2017

Das Interkulturelle Jugend-Redaktionsteam berichtet in den Medien über die Veranstaltungen, Freizeiten und Fortbildungen insbesondere in Jugendnetzwerken wie facebook.

 

CJD, Lokalzeitungen, Radio Nienburg, VHS

01.06.2015 – 31.01.2017

 

Die Steuerungsgruppe koordiniert die Planungsgruppentreffen und die Veranstaltungsreihe.  Die Planungsgruppen entwickeln Freizeiten, Veranstaltungen und Fortbildungen für Jugendliche, die das Ziel der individuellen Kompetenzstärkung und der Stärkung des Selbstwertgefühls der jugendlichen Migrantinnen und Migranten verfolgen.

 

 

Alle Projekt-Kooperationspartner und interessierte Jugendliche

01.04.2016- 30.06.2016

Gemeinsame Ausgestaltung des Bauwagens zur mobilen Begegnungsstätte

MigrantInnen-

organisationen, CJD, Kirchengemeinden, Jugendhäuser

01.07.2016 – 31.01.2017

In Workshops und Planspielen wird das Interesse für demokratische Prozesse und Gemeinwesenarbeit der Jugendlichen geweckt.

Schulen, KommunalpolitikerInnen, VHS, MigrantInnen-

organisationen

01.02.2017 – 31.08..2017

Das Interkulturelle Arbeitsforum Politik entwickelt Leitlinien, GeschO, WahlO des Interkulturellen Jugendbeirates

Schulen, KommunalpolitikerInnen, VHS,

MigrantInnen-

organisationen

01.07.2017 – 31.08.2017

Wahl des Interkulturellen Jugendbeirates und damit nachhaltige Implementierung einer Beteiligungsform für Jugendliche von 12 – 21 Jahren

Schulen, KommunalpolitikerInnen, VHS,

MigrantInnen-

organisationen

 

 

Die Finanzierung kann bis zu 85% durch die Fördermittel des  BAMF  im Rahmen der Projektförderung erfolgen und stellt sich wie folgt dar:

 

Finanzierung           2014                       2015                              2016                           2017

Gesamtsumme des Vorhabens

16.933,--€

61.898,--€

55.298,--€

29.216,--€

Fördermittel

14.393,05 €

52.613,30 €

47.003,30 €

24.833,60€

Eigenmittel

2.539,95 €

9.284,70 €

8.294,70 €

4.382,40 €

 

Für das Haushaltsjahr 2014 wären daher – eine Förderzusage vorausgesetzt – Eigenmittel in Höhe von 2.539,95 € aufzubringen. Diese Mittel müssten entsprechend in den Haushalt 2014 aufgenommen werden.

 

Die Verwaltung ist bemüht, den Eigenmittelanteil durch Spendengelder aufzubringen. Die Erfahrungen in der Vergangenheit und die regelmäßigen Anfragen von spendenwilligen Firmen, Verbänden und Institutionen haben gezeigt, dass eine Refinanzierung von Eigenanteilen im Rahmen eines Jugendprojektes zu einem erheblichen Anteil durch Spendengelder als durchaus realistisch eingeschätzt werden darf.

 

Finanzierung

 

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende haushaltswirtschaftliche Auswirkungen:

 

 

     im Ergebnishaushalt

         Produkt:    50402              Konto:   427155

 

                                                                     Planjahre:       2014            2015          2016

 

     Aufwand i. H. v.      einmalig       laufend        2.600           9.300         8.300

     Ertrag i. H. v.          einmalig       laufend                                         

 

 

     im Finanzhaushalt

         Produkt:                       Konto:        

 

                                                                     Planjahre:                                         

 

     Auszahl. i. H. v.      einmalig       laufend                                         

     Einzahl. i. H. v.       einmalig       laufend                                         

 

     Die investive Maßnahme übersteigt das Volumen von 50.000,- Euro und erfordert eine Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenberechnung; die Maßnahme liegt unter 50.000,-Euro und erfordert eine Folgekostenberechnung

     Der Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenvergleich bzw. die Folgekostenberechnung nach § 12 GemHKVO ist beigefügt.

 

 

     Es entstehen Folgekosten für                     Abschreibungen                            

                                                                                   Zinsen                                             

                                                                                   Personalkosten                              

                                                                                   Sachkosten                                    

                                                                                                                                     

 

                                                                                   Gesamt                                          

 

     Es entsteht außerordentlicher Aufwand in Höhe von                                          

          (z. B. ao Abschreibungen f. Abbruch, Verlust, Diebstahl)

 

 

Hinweise:      

 

     Deckungsmittel stehen beim o. a. Produkt, Kontonr.       zur Verfügung

     Deckung erfolgt im Rahmen des zugehörigen Budgets/Deckungskreises

         Die Deckung erfolgt durch:      

     Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung

         Vorschlag zur Deckung: Einwerbung von Drittmitteln

 

 

Aufgestellt:     29.10.2013, C. Kreide

                        Datum, Name