Aus- und Umbau des Museums Nienburg

Betreff
Aus- und Umbau des Museums Nienburg
Vorlage
4/006/2014
Art
Sachstandsbericht

Beschlussvorschlag:

 

Es wird zustimmend davon Kenntnis genommen, dass der Um- und Ausbau des Fresenhofes und des Quaet-Faslem-Hauses in Ergänzung des bereits am 06.10.2008 durch den Verwaltungsausschuss getroffenen Beschlusses auf der Grundlage des nachstehenden Finanzierungsplanes und des modifizierten Konzeptes mit einem Betrag von 120.000 Euro bezuschusst wird. Die entsprechenden Haushaltsmittel stehen in dem Investitionsplan 2014 unter der Position 40040001 zur Verfügung.

 

Sachdarstellung:

 

Die ursprünglichen Aus- und Umbaupläne für die Museumsstandorte Fresenhof und Quaet-Faslem-Haus gehen bereits auf das Jahr 2008 zurück und sahen, unter Einbeziehung in Aussicht stehender EFRE-Mittel (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) in Höhe von ca. 800.000 € Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,6 Mio. Euro vor. Als kommunale Zuschüsse wurden seinerzeit je 120.000 € aufgeteilt auf 3 Jahre durch Stadt und Landkreis Nienburg beschlossen und haushaltsmäßig veranschlagt. Nachdem die Maßnahme in den Folgejahren trotz kontinuierlicher Bemühungen nicht in den Kreis der geförderten EU-Projekte gelangte, erhielt das Nienburger Museum Ende vergangenen Jahres zumindest einen Förderbescheid aus dem Programm für kleine Museen mit einer Landeszuwendung in Höhe von 50.000 Euro, die zusammen mit einem Drittel der kommunalen Zuschüsse und erheblichen Eigenmitteln insbesondere in die behindertengerechte Ausstattung des Fresenhofes durch den Bau eines Außenaufzugs fließen sollte. Kurz vor dem Start dieser Teilbaumaßnahme erhielt die Museumsleitung dann Anfang diesen Jahres die nicht mehr erwartete Mitteilung aus dem Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur über bereitstehende „Rückläufermittel“ aus dem EFRE-Programm in einer Größenordnung von 500.000 € für den Um- und Ausbau des Fresenhofes und des Quaet-Faslem-Hauses. Nach umgehenden Abstimmungsgesprächen zwischen Stadt und Landkreis Nienburg sowie Sachstandsinformationen und Beratungen im Museumsvorstand, im Kulturausschuss und Verwaltungsausschuss, sind die Umbaumaßnahmen nunmehr mit einem Gesamtvolumen von 1 Mio. Euro berechnet und die kommunalen Zuschüsse in Höhe von je 120.000 € in den Haushaltsplänen 2014 bei Stadt und Landkreis Nienburg veranschlagt worden. Der vom Museum aufgestellte Gesamtfinanzierungsplan, der mit Billigung des Landes auch den Zuschuss aus dem Programm für kleine Museen als öffentliche Förderung einschließt, stellt sich wie folgt dar:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kosten gesamt

1.000.000

 

 

EU

500.000

 

 

öffentliche Mittel

 

Stadt

120.000

Landkreis

120.000

Land (Investitionsfonds)

50.000

Landschaftsverband

30.000

 

 

 

 

private Mittel

 

Eigenmittel

80.000

Eigenleistung

40.000

regionale Stiftungen (Wirker)

20.000

Hoya-Diepholz`sche Landschaft

15.000

Avacon AG

5.000

Sparkasse Nienburg (Stiftung)

10.000

Volksbank Nienburg (Stiftung)

10.000

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Grundlage einer gesicherten Finanzierung sowie einer fachlich fundierten Umarbeitung des seinerzeitigen Umbaukonzeptes ist inzwischen seitens des Landes Niedersachsen der vorzeitige Maßnahmebeginn für das zukunftsweisende Projekt erteilt. Mit den Um- und Ausbaumaßnahmen, die im Verlauf der Sitzung noch durch die Museumsleiterin, Frau Nowak-Klimscha in ihren Grundzügen erläutert werden, wird bereits in Kürze begonnen. Die Maßnahmen müssen den Förderrichtlinien entsprechend Ende 2014 abgeschlossen sein, sodass nach einer unumgänglichen Teilschließung bereits Anfang Februar 2015 die Wiedereröffnung der neugestalteten Museumsräume erfolgen könnte.