Maßnahmebeschluss zur Erneuerung der Brücke über den Steinhuder Meerbach im Zuge der Leinstraße

Betreff
Maßnahmebeschluss zur Erneuerung der Brücke über den Steinhuder Meerbach im Zuge der Leinstraße
Vorlage
6/043/2015
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Die Erneuerung der Brücke über den Steinhuder Meerbach im Zuge der Leinstraße nach der Variante 2 des Ingenieurbüro Hahn, die mit 433.000,00 € einschl. 19 % MwSt abschließt, wird beschlossen. 

 

 Sachdarstellung:

 

Aufgrund der Ergebnisse der Brückenhauptprüfung 2012 sind umfangreiche Arbeiten an der Brücke über den Steinhuder Meerbach im Zuge der Leinstraße (BW 4) erforderlich.

Durch die Prüfung des Büro Hahn wurden umfangreiche Schäden festgestellt. Hierbei handelt es sich um

  • Risse im Kappenbereich und damit einhergehend Feuchtigkeitseintritt in das Bauwerk
  • daraus resultierend Feuchteschäden an der Unterseite des Bauwerkes
  • Große Rostschäden an der Auflagerkonstruktion
  • Schäden an Widerlager und Pfeiler

 

Durch die Gesamtkonstruktion des Bauwerks ergeben sich für die Erneuerungsarbeiten erhebliche Probleme. Die Fahrbahntafel besteht aus Stahlträgern und Beton. Durch den Wassereintritt in das Bauwerk können die Stahlträger bereits durch Rost geschädigt sein. Um dies dauerhaft zu beseitigen, müssten die Träger vollständig freigelegt werden. Dies ist jedoch technisch nicht umsetzbar. Somit besteht nur die Möglichkeit, die derzeit sichtbaren Schäden zu beseitigen. Dies würde allerdings die vorhandenen Schäden in der Konstruktion nicht beseitigen.

Um den Wassereintritt in das Bauwerk zu verhindern, müssen die Kappen beidseitig teilweise abgebrochen und mit einer Abdichtung versehen werden.

Die Schäden an der Auflagerkonstruktion können nur behoben werden, indem man die Endquerträger freilegt, ausbaut und erneuert. Hierfür müsste man jedoch das Bauwerk anheben. Die technische Umsetzbarkeit wäre noch zu prüfen. 

Um die Schäden an den Widerlagern zu beheben, muss man die Widerlagerhinterwände freilegen und abdichten.

Für diese Arbeiten hat das Büro Hahn eine Kostenschätzung erstellt, die mit 427.000,00 € brutto abschließt. Hinzu kämen Ingenieurleistungen in Höhe von 57.000,00 € brutto.

Da diese geplante Erneuerung in Bezug auf die Nachhaltigkeit Nachteile hat, wurde von dem Büro Hahn eine zweite Variante der Erneuerung ausgearbeitet. Diese sieht vor, die Fahrbahntafel und die Auflagerbalken abzubrechen. Anschließend werden neue Auflagerbalken hergestellt und ein neuer Über aus einer Stahlbetonplatte aufgesetzt.

Dies hat den Vorteil, dass die vorhandenen Schäden beseitigt sind und eine Konstruktion nach neuesten Standards geschaffen wird.  Im Bereich der Widerlager wird eine Konstruktion aus Neoprenauflagern hergestellt, die auch eine spätere Wartung zulässt. Mit der kompletten Erneuerung des Überbaues würde die theoretische Nutzungsdauer des Bauwerkes auf 70 Jahre ausgedehnt.

Für diese Variante entstehen Kosten in Höhe von 433.000,00 € brutto.

 

Für dieses Bauwerk ist eine zweite Prüfung von einem weiteren Büro durchgeführt worden. Das Büro Lindschulte hat das Bauwerk in Augenschein genommen und ein Erneuerungskonzept entwickelt. In Bezug auf die Schäden kam das Büro Lindschulte zu dem gleichen Ergebnis wie das Büro Hahn. Das Erneuerungskonzept des Büro Lindschulte sieht vor, die Schäden am Bauwerk mit minimalen, aber kostensparenden Aufwand zu beheben. Hierfür entstehen Kosten einschl. Planungsleistungen von 215.000,00 €. Eine solche Sanierung hätte den Nachteil, dass es die Probleme an der Konstruktion nicht behebt, sondern nur verschiebt, Somit kämen in einem Zeitfenster von 10-20 Jahren weitere erhebliche Kosten auf die Stadt zu. Unter Umständen würde dann auch später eine komplette Erneuerung des Überbaues anstehen, wie es das Büro Hahn bereits geplant hat.  

 

Beide Büros haben ihr Konzept in der Bauausschusssitzung am 12.02.2015 vorgestellt. In der daran anschließenden Diskussion kristallisierte sich heraus, dass eine vollständige Erneuerung des Überbaues, so wie es das Büro Hahn in der Variante 2 vorgesehen hat, bevorzugt wird.

Aus technischer Sicht ist auch die Erneuerung des Überbaues zu empfehlen. Mit dieser Variante werden somit Unwägbarkeiten im weiteren Entwicklungszustand des Bauwerkes ausgeschlossen und eventuelle hohe Folgekosten verhindert.

 

Unabhängig von der gewählten Variante bedarf diese Maßnahme einer detaillierteren Planung. Eine Vollsperrung der Leinstraße ist unumgänglich. Da die Leinstraße Zufahrt zum City-Treff ist, ist der Betrieb des Stadtbusses massiv betroffen. Um die Maßnahme diesbezüglich zeitlich und verkehrlich vorzubereiten, soll die Planung in diesem Jahr beauftragt werden. Die Umsetzung erfolgt aus zeitlichen und haushaltsrechtlichen Gründen im Jahr 2017.    

 

Die Mittel für die erforderlichen Ingenieurleistungen in Höhe von 25.000,00 € stehen im Haushalt 2015 zur Verfügung. Die Mittel für die Umsetzung werden für den Haushalt 2017 angemeldet.

 

 

 

 

Finanzierung

 

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende haushaltswirtschaftliche Auswirkungen:

 

 

     im Ergebnishaushalt

         Produkt:                      Konto:        

 

                                                                     Planjahre:                                       

 

     Aufwand i. H. v.    einmalig      laufend                                        

     Ertrag i. H. v.          einmalig      laufend                                        

 

 

     im Finanzhaushalt

         Produkt:   60901              Konto:   001

 

                                                                     Planjahre:     2015            2016          2017

 

     Auszahl. i. H. v.    einmalig      laufend       25.000         32.000       433.000

     Einzahl. i. H. v.     einmalig      laufend                                        

 

     Die investive Maßnahme übersteigt das Volumen von 50.000,- Euro und erfordert eine Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenberechnung; die Maßnahme liegt unter 50.000,-Euro und erfordert eine Folgekostenberechnung

     Der Wirtschaftlichkeits- und Folgekostenvergleich bzw. die Folgekostenberechnung nach § 12 GemHKVO ist beigefügt.

 

 

     Es entstehen Folgekosten für                   Abschreibungen                          

                                                                                   Zinsen                                            

                                                                                   Personalkosten                            

                                                                                   Sachkosten                                   

                                                                                                                                     

 

                                                                                   Gesamt                                          

 

     Es entsteht außerordentlicher Aufwand in Höhe von                                    

          (z. B. ao Abschreibungen f. Abbruch, Verlust, Diebstahl)

 

 

Hinweise:      

 

     Deckungsmittel stehen beim o. a. Produkt, Kontonr.       zur Verfügung

     Deckung erfolgt im Rahmen des zugehörigen Budgets/Deckungskreises

         Die Deckung erfolgt durch:      

     Deckungsmittel stehen nicht zur Verfügung

         Vorschlag zur Deckung:      

 

 

Aufgestellt:    14.04.2015, Pohl

                        Datum, Name