Radwegekonzept der Stadt Nienburg/Weser

Betreff
Radwegekonzept der Stadt Nienburg/Weser
hier: Beschluss über das neue Radwegekonzept
Vorlage
6/080/2015
Art
Beschlussvorlage
Untergeordnete Vorlage(n)

Beschlussvorschlag:

 

1.         Das aktualisierte, fortgeschriebene Radwegekonzept der Stadt Nienburg/Weser      wird einschließlich des Erläuterungsberichtes und der Umsetzungslisten 1 - 4         beschlossen.

 

2.         Maßnahmen, für die Lösungsvorschläge noch erarbeitet werden müssen        (Einzelfallplanungen bzw. Einzelfalllösungen) oder die eine hohe Relevanz aufweisen, werden den politischen Gremien separat zum Beschluss vorgelegt.

 

 

 

Sachdarstellung:

 

Gemäß dem Ratsantrag der Fraktionen Bündnis 90 – Die Grünen – und der WG Nienburg vom 15.08.2012 wurde  vom Rat der Stadt Nienburg/Weser in seiner Sitzung am 07.05.2013 beschlossen, das bestehende Radwegekonzept aus dem Jahre 2003 zu aktualisieren und fortzuschreiben.

 

Die 3 Bestandteile und Schwerpunkte des Radwegekonzeptes, „Fahrradabstellanlagen Innenstadt“, eine tiefergreifende Untersuchung zu einer möglichen „Fahrradstraße“ in Nienburg und die Planung der Hauptverbindungsstrecken wurden bereits im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt, haben zu sachlichen Diskussionen geführt und weitestgehend Erkenntnisse geliefert, welches Maßnahmenpaket bezüglich des Radverkehrs in Nienburg wirklich erforderlich ist oder gewünscht wird.

 

Im Zuge des zuletzt erarbeiteten Sachstandsberichtes, der die „Planung der Hauptverbindungsstrecken“ zum Inhalt hatte und von Mai bis Juli 2015 in sämtlichen politischen Gremien erläutert worden ist, wurden noch relevante Anregungen vorgebracht, die in das Konzept eingearbeitet sind. Die vorgebrachten Anregungen seien im Folgenden noch einmal benannt/aufgezählt, um Missverständnisse zu vermeiden und den „Wiedererkennungswert“ der „AnregerInnen“ zu erleichtern.

 

Ortsrat Erichshagen-Wölpe (06.05.2015)

 

1.         Die Straße „Luisenweg“ sei als „Sanierungsmaßnahme“ in die Liste 3 mit      aufzunehmen.

2.         Im Zuge der EWL-Route sei für einen bestimmten Streckenabschnitt (nördlich           des Kräher Weges) eine Alternativroute östlich entlang des Mußriedesees             einzuplanen.

3.         Im Bereich von Bushaltestellen sollte die Aufstellung von Abstellanlagen          geprüft und ggf. eingeplant werden.

4.         Für RadfahrerInnen aus Richtung „Steimke“ sei die Situation schwierig, da     schlecht erkennbar ist, wo die Strecke (Fußweg oder Straße) befahren werden             könne.

5.         Für die Querungssituation im Bereich „Heemser Weg“ solle zur Sicherheit eine         farbliche             Markierung aufgebracht werden, da die Situation aufgrund        vorhandener Gebäude unübersichtlich sei.

6.         Im Bereich zwischen „Heemser Weg“ und der Straße „Am Drosch“ (und noch             weitergehend bis kurz vor der „Führser Mühlbach Brücke“ – Ortsbesichtigung       am 19.08.2015) seien starke Verwölbungen in der Straßendecke der „Celler      Straße“ im seitlichen Bereich parallel zur Bordsteinkante vorhanden. Die             FahrradfahrerInnen, die in diesem Bereich die Straße nutzen (anstatt wie       zulässig den Gehweg), führen nun gefährlicher Weise zu weit auf der Fahrbahn der Straße.

 

Ortsrat Holtorf (10.06.2015)

 

1.         Der Zustand des Weges entlang des „Führser Mühlbach“ bis zur Straße          „Dobben“ (auch Schulradweg) sei in einem schlechten Zustand. Die        Mängelbeseitigung bedürfe einer höheren Priorität.

2.         Die geplante Aufpflasterungen an den Einmündungen in die Verdener             Landstraße sollen von Priorität 3 auf Priorität 1 gestuft werden.

3.         Die schlechte Wegestrecke von der „Theodor-Storm-Straße“ bis zur    Unterquerung des „Nordring“ sei zu beachten.

4.         Die Schwachstelle in Höhe des „EDEKA-Marktes“ sei zu beachten – zu ändern         – zu verbessern.

5.         Auf der Westseite der „Verdener Landstraße“ seien Schutzstreifen vorzusehen –      die zwar zur Zeit nicht realisierbar seien – aber dann bei künftigen            Sanierungsmaßnahmen der „Verdener Landstraße“ berücksichtigt werden          könnten.

 

Ortsvorsteher Schäferhof/Kattriede (07.07.2015)

 

Zurzeit keine weiteren Anregungen.

 

Ortsrat Langendamm (09.07.2015)

 

1.         Die im noch aktuellen Radwegekonzept eingeplante Unterquerung der            Bahnlinie „Nienburg – Minden“ im Zuge der Straßen „Alter Damm / Nienburger            Damm“ solle in dem neuen Radwegekonzept (als „Vision“) wieder mit       aufgenommen werden.

2.         Die Einmündung der Straße „An der Stadtgrenze“ in die „Hannoversche Straße“             (Unfallschwerpunkt) sei zu verbessern. Die RadfahrerInnen kämen mit zu viel             Schwung, aufgrund des relativ starken Gefälles der Bahnüberquerung, in den      Bereich der Straßeneinmündung, sodass die Reaktionszeit der AutofahrerInnen      oft nicht ausreiche. Mindestens ein „Vorfahrt beachten“ oder „Stopp - Schild“ für    FahrradfahrerInnen oder der Rückbau der vorherigen Linienführung des          Radweges mit „Verschwenkungen zur Straßenquerung“ seien erforderlich.

 

Ausschuss für Stadtentwicklung (14.07.2015)

 

1.         Die Nebenroute 3a solle in der Wertigkeitsstufe erhöht werden. In diesem      Zusammenhang seien der SchülerInnenradverkehr und das vorhandene             „Studiengutachten“ zu beachten.

2.         Insgesamt sei mehr Gewicht (höhere Wertigkeit) auf die sogenannten „Grünen          Routen“ zu legen.

3.         Noch zum Thema „Abstellanlagen Innenstadt“: Als weiterer Standort für eine   Abstellanlage werde der Bereich „St.-Martins-Kirche“ angeregt.

4.         Für alle geplanten Abstellanlagen gelte es, verbesserte Beispiele für   „Fahrradständer“ aufzuzeigen bzw. auszuwählen.

 

Sämtliche zuvor aufgeführten Anregungen sind in das Radwegekonzept (oder in die „Mängellisten“) soweit als möglich berücksichtigt und eingearbeitet worden.

 

Für spezielle Maßnahmen müssen noch Lösungsvorschläge erarbeitet werden (siehe auch „Listen“ unter „Abhilfe/Empfehlung“). Dies sind in der Regel aufwendigere oder kostenintensive Projekte, die dann den politischen Gremien vor einer Umsetzung separat zum Beschluss vorgelegt werden.

 

Für die Maßnahmen der Prioritäten P 2 und P 3 macht es Sinn die Umsetzungslisten (analog Liste 4) erst nach konsequenter Umsetzung der Maßnahmen der Priorität P 1 aufzuführen. Gegebenenfalls sind auch Neuprüfungen erforderlich, da die Gesamtumsetzung voraussichtlich Jahre dauern wird. Eine Ausnahme bildet die Maßnahme der Priorität P 2, lfd. Nr. 54 „Abstellanlagen Innenstadt“. Diese Maßnahme sollte umgehend nach dem Beschluss über die geplante Neumöblierung der Innenstadt umgesetzt werden.

 

Die Ortsräte sollten intern entscheiden, welche ortsteilbezogenen Maßnahmen der Priorität P 1 in welcher Reihenfolge umgesetzt werden sollen, da recht viele Maßnahmen (teilweise auf Wunsch der Politik) die Priorität 1 erhalten haben. Das Gesamtkonzept ist ohnehin für eine Fortschreibung konzipiert.

 

Unter den zuvor genannten Aspekten wird nun empfohlen, das aktualisierte und fortgeschriebene Radwegekonzept 2013 - 2015 zu beschließen. Sollten dennoch Änderungswünsche bestehen, wird zumindest ein Beschluss mit „Maßgaben“ empfohlen, um zeitnah die geplante Umsetzung realisieren zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:

1. Planzeichnungen

2. Erläuterungsbericht mit Anlagen